NRW: 16,6 Prozent weniger Unternehmensinsolvenzen im Jahr 2013

Der Medienblick ist ein Produkt der A1-Media Werner Thiemann, Ascheberg/NRW
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Ascheberg / Düsseldorf – 7. März 2014

Im Jahr 2013 stellten 8 799 Unternehmen bei den nordrhein-westfälischen Amtsge-

richten einen Antrag auf Eröffnung eines Insolvenzverfahrens. Wie Information und

Technik Nordrhein-Westfalen als statistisches Landesamt mitteilt, waren das 16,6 %

weniger als 2012 (10 548 Unternehmensinsolvenzen). In 6 871 Fällen wurde ein In-

solvenzverfahren eröffnet; in 1 928 Fällen musste die Eröffnung mangels Masse abge-

wiesen werden. Zum Zeitpunkt der Antragstellung waren von den Unternehmensin-

solvenzen 50 544 Beschäftigte betroffen.

Neben den Unternehmen beantragten im vergangenen Jahr 26 533 weitere
Schuldner die Eröffnung eines Insolvenzverfahrens. Dabei handelte es sich in
23 704 Fällen um Verbraucherinsolvenzen; das waren 6,1 % weniger als
2012 (25 238). Die übrigen 2 829 Fälle betrafen Nachlässe und andere Privatper-
sonen, wie beispielsweise ehemals selbstständig tätige Personen.

Die Gesamtzahl der Insolvenzen in Nordrhein-Westfalen war 2013 mit 35 332 um
7,3 % niedriger als im Vorjahr. Die hieraus resultierenden Forderungen
summieren sich auf voraussichtlich 10,2 Milliarden Euro (2012: 18,7 Milliarden
Euro).

Die Statistiker weisen darauf hin, dass bei den Insolvenzverfahren auch Fälle er-
fasst werden, bei denen der Unternehmenssitz außerhalb von Nordrhein-
Westfalen liegt, die Insolvenzabwicklung jedoch an einem nordrhein-
westfälischen Amtsgericht erfolgt. Bei solchen im Jahr 2013 betroffenen 118 Un-
ternehmen waren 2 014 Personen beschäftigt; die Gläubigerforderungen sum-
mierten sich hier auf 287 Millionen Euro. (IT.NRW)

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